Glossar Telekom Healthcare Solutions

Krankenhausinformationssystem (KIS) - Administrativer Bereich

Finanzbuchhaltungssoftware
Die Finanzbuchhaltungssoftware dient dazu, alle Geschäftsvorfälle des Krankenhauses zu sammeln und zu verbuchen. Dazu zählen: die geordnete Erfassung von Eingangs- und Ausgangsrechnungen, das Verbuchen der Zahlungsströme, die Verwaltung der Barkassen, das Mahnwesen, die Erstellung betriebswirtschaftlicher Auswertungen, die fortlaufende Darstellung der wirtschaft-lichen Entwicklung des Krankenhauses im Rahmen der Jahresabschlüsse (Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen).
Materialwirtschaftssoftware
Software zur Verwaltung von Materialien für den Krankenhausbetreib. Dient z. B. dazu, sicherzustellen, dass die richtigen Medikamente und medizinischen Produkte zur richtigen Zeit den richtigen Patienten erreichen. Darüber hinaus müssen zahlreiche weitere Material- und Informationsströme zwischen einer Vielzahl von Abteilungen einer Einrichtung koordiniert und organisiert werden.
Data Warehouse / BI Systeme
Controlling-Software, die eine krankenhausweite Kostenträgerrechnung ermöglicht und ein managementgerechtes Berichtswesen schafft. Alle Zahlen können beliebig ausgewertet und analysiert werden.
Abrechnungssoftware
Software für die stationäre und ambulante Abrechnung der Krankenhausleistungen. Die Leistungen werden je nach Art und rechtlicher Grundlage nach verschiedenen Berechnungssystemen abgerechnet. Z. B. als diagnosebezogene Fallpauschalen (DRG), in Form von tagesgleichen Pflegesätzen, als Pauschalen oder nach tatsächlichem Aufwand. Die jeweiligen Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung bilden die Grundlage für die im System hinterlegten Abrechnungsmechanismen.
Logistiksoftware
Software zur Verfügbarkeitsverwaltung von Kranhausressourcen. Hierzu können gehören: Personal, OP-Säle, Betten, Medikamente usw. Bei einer weiter gefassten Sichtweise der Logistik im Sinne des Supply Chain Managements sind auch die externen Partner (Lieferanten, Dienstleister etc.) in die Betrachtung mit einbezogen.
Controlling Software
Software zur  Planung und Steuerung in Bezug auf die Unternehmensziele. Das Kosten- und Leistungsgeschehen wird transparent gemacht und analysiert.  Erlösstatistiken, Kostenarten- und Kostenstellenrechnungen sowie Soll-Ist-Vergleiche könne erzeugt werden. Weitere Funktionalitäten sind: Berichtswesen, Monatsabschluss, Budgetierung, Erstellen von Wirtschaftsplänen, Statistiken für interne und externe Zwecke, Wirtschaftlichkeitsanalysen.
Personalmanagementsoftware
Software zur Unterstützung der Personalabteilung. Neben der Lohn- und Gehaltsabrechnung auf der Grundlage der jeweiligen Tarifwerke, können z.B. Tätigkeiten wie die Personalaktenführung mit Hilfe der digitalen Personalakte, die Personalplanung, das Bewerbermanagement oder die Personalentwicklung unterstützt werden.
Dokumentenmanagementsoftware
Dokumentenmanagement regelt den Austausch großer Mengen von elektronischen Dokumenten und Informationen  unterschiedlichster Art sowie den Zugriff der Mitarbeiter darauf. Dokumentenmanagement liefert in erster Linie Funktionen für die Verwaltung von elektronischen Dokumenten. Dazu gehören z. B.: Versionierung und Variantenverwaltung, Vorlagenverwaltung, Verwaltung von Metadaten, Visualisierung von Ordnungsstrukturen, Regelung von Zugriffen auf Dokumente in einem Netzwerk.
Digitale Archivierungssoftware
Software zur Ablage und revisionssicheren Archivierung sämtlicher Dokumente und Informationsarten in digitaler Form. Die aktuellen Vorschriften und Gesetze zu den jeweiligen Dokumentenarten werden hierbei berücksichtigt.
Terminmanagement / Scheduling
Software zur Anforderung von Ressourcen, Zeitplanerstellung oder  Zeitablaufsteuerung.  Dient dazu die Patientenlogistik zu steuern, indem z. B. Untersuchungs- oder OP-Termine für den Patienten geplant werden.
Patientenmanagement-Software
Software für die Verwaltung und Verarbeitung von Patienten- und Falldaten. Dies sind im Wesentlichen: Aufnahme, Verlegung, Entlassung von Patienten, ärztliche und pflegerische Basisdokumentation, drucken von Etiketten, Formularen, Barcodes etc., erfassen von abrechnungsrelevanten Daten,  administrative Aufnahme von Patienten einschließlich der erforderlichen Vertragsangelegenheiten, Datenträgeraustausch mit den Kostenträgern, stationäre und ambulante Leistungsabrechnung, Berichtswesen.

Krankenhausinformationssystem (KIS) - Klinischer Bereich (Allgemeine Systeme)

Elektronische Patienten- und Fallakten
Die elektronische Patientenakte ist ein Medium der Informationsspeicherung und Kommunikation. Sie erfasst alle Patientendaten (Diagnosen, Therapieempfehlungen, Untersuchungsergebnisse, unverträgliche Medikamente etc.) in elektronischer Form.
Fall- und Entlassmanagement
Software die die Überleitung des Patienten aus dem Krankenhaus in die ambulante oder stationäre Nachsorge unterstützt. Vergleichbare Begrifflichkeiten sind hier auch: Überleitungsmanagement, Entlassungsmanagement oder Versorgungsmanagement.
Dokumentenmanagementsoftware
Dokumentenmanagement regelt den Austausch großer Mengen von elektronischen Dokumenten und Informationen  unterschiedlichster Art sowie den Zugriff der Mitarbeiter darauf. Dokumentenmanagement liefert in erster Linie Funktionen für die Verwaltung von elektronischen Dokumenten. Dazu gehören z. B.: Versionierung und Variantenverwaltung, Vorlagenverwaltung, Verwaltung von Metadaten, Visualisierung von Ordnungsstrukturen, Regelung von Zugriffen auf Dokumente in einem Netzwerk.
Digitale Archivierungssoftware
Software zur Ablage und revisionssicheren Archivierung sämtlicher Dokumente und Informationsarten in digitaler Form. Die aktuellen Vorschriften und Gesetze zu den jeweiligen Dokumentenarten werden hierbei berücksichtigt.
Aktenverwaltung
Die IT-gestützte Aktenverwaltung unterstützt die Organisation im Krankenhaus, indem sie das Vorhandensein von Akten und ihre Zuordnung verwaltet. Weitere Funktionalitäten sind: Die Verwaltung von entliehenen Akten sowie das Mahnen entliehener Akten.
Kommunikationsserver
Ein Kommunikationsserver nimmt als Integrationsserver Daten entgegen (z. B. aus der Radiologie oder aus dem Labor) wandelt sie in das jeweils benötigte Zielformat und überträgt sie an das Zielsystem (z. B. KIS). An den fachspezifischen Anwendun­gen und Systemen ist dazu keine Anpassung erforderlich.
Anforderungsmanagement / Terminplanung / Scheduling
Software zur Anforderung von Ressourcen, Zeitplanerstellung oder  Zeitablaufsteuerung.  Dient dazu die Patientenlogistik zu steuern, indem z. B. Untersuchungs- oder OP-Termine für den Patienten geplant werden.
Hygienesoftware
Software zur Sicherung der Hygiene-Standards. Die Software bietet Unterstützung bei der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der Verwaltung von notwendigen Ressourcen. Außerdem werden Statistiken und Analysen für  epidemiologische und hygienische Zwecke erstellt, z. B.: Infektionserfassung / Infektionsschutz-gesetz, Erreger- und Resistenzstatistik, MR-Monitoring und Qualitätsmanagement,  Infektionsstatistiken.
Pflegeplanung und –dokumentationssoftware
Die Software unterstützt bei der Pflegeplanung. Ziel ist ein systematischer, nachvollziehbarer Pflegeprozess, gem.  Krankenpflegegesetz.
Für jeden Patienten werden die Pflegeprobleme und Ressourcen erfasst.  Pflegeziele und Maßnahmen werden festgelegt. Mit der Pflegedokumentation wird der Erfolg der Pflege dargestellt oder auch die Gründe für das Nichterreichen der Ziele.  Die Software soll auch zur Qualitätsverbesserung beitragen.
Arzneimitteltherapiesicherheitssysteme (AMTS)
Die Software unterstützt bei der Einhaltung der Maßnahmen zur Arzneimittel­therapiesicherheit (AMTS). Sie dient beispielsweise zur Festlegung der individuellen Dosis, Vermeidung von Medikationsfehlern, Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beim Rezeptdruck, Erstellung von Medikationsplänen.

Krankenhausinformationssystem (KIS) – Klinischer Bereich (Funktionsbereiche)

OP-Managementsoftware
OP-Managementsoftware hilft bei der OP-Plan-Erstellung und der Personalplanung im OP, unterstützt bei der Erstellung von Statistiken für die OP-Auslastung, die morgendlichen Beginnzeiten und sonstige Kennzahlen für den OP-Betrieb. Hauptziel ist die optimale Nutzung der OP-Kapazität.
Laborsysteme
Software zur Auftragserfassung und Dokumentation sowie der Erstellung von Befunden im Labor. Auch statistische Informationen z.B. zu Labor-, Einsender, Abrechnungs-, Verordnungs- oder Formularstatistik gehören dazu.
Radiologieinformationssysteme (RIS)
RIS eng verwandt mit Krankenhausinfomationssystemen (KIS), jedoch auf die radiologische Abteilung zugeschnitten. Oftmals besteht auch eine Schnittstelle zwischen KIS und RIS. Anforderungen aus dem KIS können ins RIS übermittelt werden, das seinerseits Befunde oder Leistungsdaten rückübermittelt. Funktionen von RIS sind im Wesentlichen die Verwaltung der Patientenstammdaten, Terminplanung radiologischer Untersuchungen, Bereitstellung einer Schnittstelle zu den bildgebenden Untersuchungsgeräten.
Gynäkologie / Perinatal- / Neonatologie Informationssysteme
Fachabteilungssysteme, die alle maßgeblichen Informationen von der Befundung bis zur individuellen Behandlung in einem einheitlichen System zur Verfügung stellen.

Krankenhausinformationssystem (KIS) - Ambulanter Bereich

(Ambulanz-)Abrechnung
Software zur Unterstützung der Abrechnung von Ambulanzfällen. Die Software beinhaltet Funktionen, wie z. B.: Diskettenabrechnung nach den Bestimmungen der KV, Abrechnung von  berufsgenossenschaftlichen und von privatärztlichen Fällen. Es muss ein Testat nach den Bestimmungen der Krankenversicherungen vorliegen.
Triagierung
System zur Dokumentation von Notfallpatienten. Das Manchester- Triage-System (MTS) ist ein standardisiertes Verfahren für die Ersteinschätzung in der Notaufnahme. MTS nutzt für die Ersteinschätzung Präsentationsdiagramme und Indikatoren um einen Notfallpatienten einzustufen. Als Ergebnis der Ersteinschätzung wird die Dringlichkeitstufe dokumentiert.
Ambulanzmanagement / Dashboard
Software zur Unterstützung des Prozessablaufes in der Krankenhausambulanz. Das Lesen der Krankenversicherungskarte, Übernahme der Daten in das System und Verwaltung der Patientenstammdaten ist die Grundlage für alle weiteren Funktionen. Es werden beispielsweise Funktionen zur Verwaltung, Bearbeitung und Terminierung von Terminreservierungen und ambulanten Besuchen im Ambulanz-, Funktions- und Leistungsstellenbereichen von Krankenhäusern vorgehalten.
Ambulanzdokumentation / Archivierung
Die Software bietet Hilfe bei Erfassung, Kontrolle, Speicherung, Wiederauffinden und Präsentation aller Daten, die bei der ärztlichen Tätigkeit (Anamnese, Untersuchungen, Diagnosen, Therapien, sonstige Maßnahmen) anfallen. Verwaltung der Stammdaten der Ambulanz, dazu gehören z. B. Bezeichnungen der Kassen, Adressen, Diagnosenkataloge, Abkürzungen, Medikamente, Gebührenordnungen, Leistungsziffern und Punktwerte.