Mit der Einführung der Telematikinfrastruktur ab der 2. Jahreshälfte 2017 wird das deutsche Gesundheitssystem digital vernetzt.
Lösung

Telematikinfrastruktur

Telematikinfrastruktur: Start ab 2017

Die Digitalisierung des Gesundheitssystems in Deutschland erreicht ab der zweiten Jahreshälfte 2017 ihren ersten Höhepunkt. Mit dem Start der landesweiten Einführung der Telematikinfrastruktur wird der Austausch sensibler Patientendaten vereinfacht und der größtmögliche Datenschutz garantiert.

10 Jahre Entwicklung

Nach dem die gematik-Ausschreibung gemeinsam mit einem anderen Anbieter gewonnen wurde, begann 2008 die Umsetzung eines der weltweit größten IT-Projekte: der gesicherten Telematikinfrastruktur für Deutschland. Neben der Zusammenführung sowie Integration verschiedener Praxissoftwaresysteme in eine übergreifende Plattform wurde bei der Architektur besonderes Augenmerk auf den Datenschutz gelegt – für die größtmögliche Sicherheit der Versichertenstammdaten.
Sobald der Aufbau der Telematikinfrastruktur final abgeschlossen ist, wird ihre Erprobung in Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und Praxen in ausgewählten Bundesländern stattfinden.

1. Phase: Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Ab der zweiten Jahreshälfte 2017 beginnt der Roll-out für die Telematikinfrastruktur mit der ersten Fachanwendung. Diese ermöglicht den Abgleich und die Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert sind. Dazu werden die Daten mit dem zentralen Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) des Fachdienstes des jeweiligen Kostenträgers (Krankenkasse) abgeglichen und bei Bedarf angepasst. So wird der Abrechnungsprozess vereinfacht und der Verwaltungsaufwand deutlich verringert.
Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen weiter zu erleichtern, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und letztlich eine bessere Versorgung des Patienten zu ermöglichen, werden nachfolgend weitere Fachanwendungen in die Telematikinfrastruktur integriert.

Einstiegspakete mit regulierbaren Leistungen

Die Einbindung der Anwender (Praxen, Krankenhäuser) in die Telematikinfrastruktur erfolgt über einen eigenen, verschlüsselten VPN-Zugang. Telekom Healthcare Solutions (THS) bietet diesen im Paket mit einem Konnektor samt passender Software-Lizenz und der Fachanwendung VSDM an. Um den verschiedenen Anforderungen der Anwender zu genügen, gibt es das Paket in fünf Varianten: von S für kleine Praxen bis hin zu XXL für Krankenhäuser.
In Kombination mit dem Praxisausweis (SMC-B-Karte) und dem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), der die elektronische Signatur von bspw. E-Arztbriefen ermöglicht, können sich Arztpraxen und Krankenhäuser so bestens für die Digitalisierung des Gesundheitswesens ausrüsten. Telekom Healthcare Solutions versteht sich dabei als Partner im Hintergrund, der gemeinsam mit anderen Partnern sowohl Ärzten als auch Kliniken bei der Einführung der Telematikinfrastruktur mit Rat und Tat zur Seite steht.