Die Tumorkonferenz-Applikation eTumorkonsil erlaubt fachübergreifende Absprachen zur Tumorbekämpfung.
Lösung

Tumorkonferenz

Tumorkonferenz – gemeinsam gegen Krebs

Am Klinikum St. Georg in Leipzig wird im Projekt "Tumornetzwerk Sachsen - TNW" die Anwendung eTumorkonsil konzipiert und durch die Telekom Healthcare Solution realisiert. Diese Anwendung ermöglicht telemedizinische, fachübergreifende Tumorkonferenzen, um verfügbare medizinische Kräfte zu bündeln und so die Heilungschancen und die Lebensqualität krebserkrankter Patienten zu verbessern.
In Deutschland ist Krebs nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Jedes Jahr werden etwa 500.000 Neuerkrankungen diagnostiziert – Tendenz steigend: Da mit der alternden Gesellschaft die Fallzahlen zunehmen, rechnen Experten bis 2030 mit einer Erhöhung auf bis zu 600.000 Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr. Um die Heilungschancen zu verbessern, entwickelt Telekom Healthcare Solutions für das Tumornetzwerk Sachsen eine Tumorkonferenz und -konsilanwendung, dank der sich klinisch tätige und niedergelassene MedizinerInnen schnell und sicher austauschen können.

Digitale fachübergreifende Zusammenarbeit

Die TeleHealth360 (TH360) Plattform bildet dabei die technische Grundlage für fachübergreifende Beratungen und Tumorkonsile, um individuelle Therapiestrategien für Krebspatienten zu entwickeln. Berechtigte Ärzte können sich etwa via Videotelefonie zu Diagnostik und Therapiestrategie austauschen oder Behandlungen dokumentieren – ohne Anfahrtsweg oder Präsenztermin. Das spart Kosten und Zeit, die wiederum in die Gesundheitsversorgung der Patienten investiert werden können. Den Prozess unterstützt die Tumorkonferenz mit integrierten Betreuungspfaden (ICP – Integrated Care Path), welche den Weg ins Therapieziel weisen.

Einheitliche Schnittstelle, geschützte Verbindung

Ob Bild-, Labor-, Studiendaten oder Genprofile: Sowohl Datenmenge als auch Datenquellen nehmen in der modernen Medizin zu. Bei der eTumorkonsil-Anwendung werden alle Daten strukturiert und übersichtlich in Fallkonferenzakten und untergeordneten Fallkonferenzen verwaltet. Als Teil der TH360-Plattform lässt sich die modular aufgebaute Anwendung komfortabel in die bestehende Telehealth-Infrastruktur integrieren. Patientendaten werden manuell sowie über Schnittstellen eingespeist und über geschützte Datenverbindungen übermittelt – vom Krankenhausinformationssystem (KIS) in die Fallkonferenzakte und umgekehrt. Die Übertragung der Daten – zum Beispiel von Dialogformularen – erfolgt über gesicherte Schnittstellen im Rahmen des IHE-Standards (Integrating the Healthcare Enterprise). So lassen sich dank digitaler Tumorkonferenzen medizinische Kräfte fachübergreifend und effektiv zusammenziehen, für die bestmögliche Versorgung krebserkrankter Patienten.

Die Vorteile der eTumorkonferenz auf einen Blick

  • Integraler Bestandteil der TeleHealth360 (TH360) Plattform, der sicheren Basis für die digitale Gesundheitsversorgung.
  • Komfortables interdisziplinäres Konferieren, das (Reise-)Zeit und Kosten spart.
  • Sicherer Datentransfer und Schutz aller Patientendaten.
  • Einheitliche Schnittstellen für bestmögliche Interoperabilität.
  • Modular aufgebautes System zur Integration in die bestehende Infrastruktur.