Telemonitoring ermöglicht es Ärzten, Patienten mit chronischen Krankheiten auch zu Hause rund um die Uhr zu betreuen.
Lösung

Referenz

CCS Telehealth Ostsachsen: Medizinische Versorgung aus der Ferne

„CCS Telehealth Ostsachsen ist sozusagen unser Fenster in die Zukunft: Hier sehen wir, was flächendeckend heute schon möglich ist.“
Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Freistaat Sachsen
Die Wiege der Telehealth-Plattform TH360 steht in Dresden: Zusammen mit der Carus Consilium Sachsen GmbH, einem Tochter-Unternehmen der Uniklinik Dresden, hat die Telekom-Tochter T-Systems am 1. Juli 2015 das Pilot-Projekt CCS Telehealth Ostsachsen ins Leben gerufen. Damit war die europaweit erste offene, überregionale telemedizinische Plattform zur Verbesserung der medizinischen Versorgung geboren – eine Basisversion der heutigen TH360.
Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern wie Herzinsuffizienz (Herzschwäche) oder Schlaganfall sollten von ihren Ärzten medizinisch fernüberwacht und somit möglichst lange in der häuslichen Umgebung versorgt werden können. Gleichzeitig sollte es durch einen digitalen Datenaustausch zwischen behandelnden Ärzten möglich sein, kurzfristig Konsultationen auf Distanz zu führen und in Echtzeit Zweitmeinungen von Fachärzten einzuholen. So wollten die Projektpartner die Gesundheitsversorgung vor allem auch in den ländlichen Regionen Sachsens verbessern und älteren, weniger mobilen Menschen mehr Komfort bieten.
Als Projektziel wurde daher definiert, eine offene Plattform für telemedizinische Anwendungen zu schaffen und eine breite Vernetzung in der Gesundheitsregion Ostsachsen zu erreichen. Neben der Offenheit waren auch die Interoperabilität, die Erweiterbarkeit und die Sicherheit der Plattform wichtige Anforderungen.
T-Systems entwickelte daraufhin eine sichere Kommunikationsplattform, mit der bestehende telemedizinische Anwendungen besser vernetzt und auch grundlegend neue Anwendungen angeboten werden können. Die IT-Plattform verbindet mittlerweile Kliniken, Ärzte, Pflegepersonal und Patienten und sorgt durch verschiedene telemedizinische Anwendungen für eine vernetzte medizinische Gesundheitsbetreuung in Ostsachsen.
Auf Basis von CCS Telehealth Ostsachsen wurden zunächst drei unterschiedliche Telemedizin-Anwendungen entwickelt: „Telecoaching“ für die Behandlung von Herzinsuffizienzen, „Tele-Stroke“ für die Schlaganfallnachsorge und „Telepathologie“ für die Zweitbefundung von Gewebeproben. Nachdem die hohe Funktionalität und der große Nutzen der Plattform sehr schnell deutlich wurden, war damit der Grundstein für den weiteren Ausbau gelegt. Inzwischen gibt es weitere telemedizinische Anwendungen auf der Kommunikationsplattform, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Dank der CCS Telehealth Ostsachsen, können Patienten vor allem in ländlichen Regionen mit geringer Arztdichte besser medizinisch versorgt werden. Neue Technologien optimieren dabei die Erfassung und sichere Übermittlung medizinischer Diagnose- und Behandlungsdaten. So lassen sich auf sicherem und effizientem Wege weitere Fachmeinungen einholen und Diagnosen absichern. Ferner können Patienten zu ihrer behandelnden Klinik Kontakt halten. Diese wiederum kann den Patienten auch nach der Entlassung zu Hause weiter betreuen. Außerdem können Behandlungsprozesse durch den technischen Support besser koordiniert und der medizinische Erfahrungsaustausch beschleunigt werden.
Auch andere medizinische Initiativen erhalten dank der Pilot-Plattform CCS Telehealth Ostsachsen die Möglichkeit, innovative Versorgungskonzepte in ihrer Region zu etablieren:
  • Die bewährten IT-Services bilden die Grundlage für eine effiziente Realisierung diverser telemedizinischen Anwendungen.
  • Durch die Nutzung von aktuellen Standards werden technische Risiken für alle medizinischen Leistungserbringer, die diese Kommunikationsplattform nutzen, reduziert.
  • Dank Bereitstellung etlicher Basisdienste und standardisierter Schnittstellen lassen sich telemedizinische Leistungen sehr wirtschaftlich implementieren und nutzen.