Telekom Healthcare Solutions: News
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Die Zukunft der Gesundheit gestalten

21.09.2018

Ein vernetztes Gesundheitssystem, von dem alle profitieren. Wie das funktionieren kann und was es bringt, diskutierten Partner, Unternehmen und Experten wie der bekannte Arzt, Kabarettist und TV-Moderator Eckart von Hirschhausen im Rahmen der Initiative New Healthcare Puzzle in der Telekom Design Gallery.
Die Veranstaltung des New Healthcare Puzzle und der Deutschen Telekom stand unter dem Motto „Erleben Sie das Internet der medizinischen Geräte“. Schwerpunkte waren unter anderem telemedizinische Lösungen, die Vernetzung des Gesundheitssystems und die Auswirkungen auf die Patienten, Ärzte oder auch Krankenhäuser. Hier zeigt Henning Koch, Telekom Healthcare Solutions, ein Gerät des israelischen Unternehmens TytoCare.
Mit diesem Gerät von TytoCare können Patienten in den eigenen vier Wänden bequem Puls und Temperatur messen und sogar Aufnahmen des Rachens oder der Haut machen. Die Aufnahmen werden dann direkt an den behandelnden Arzt übermittelt. Die Telekom prüft zurzeit eine Kooperation mit TytoCare und die Vermarktungsmöglichkeiten in Deutschland. Lange Wartezeiten beim Arzt könnten damit der Vergangenheit angehören. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Kabarettist, Moderator und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN machte sich auch ein Bild.
Mark Düsener, Senior Vice President Health T-Systems, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte rund hundert Gäste aus Politik, Gesundheitsversorgung, Forschung und Industrie. „Wir wollen die Vernetzung im Gesundheitsbereich vorantreiben. Das passt perfekt zur Strategie der Telekom.“ Dabei stehen besonders die digitale Infrastruktur (Stichworte "Gesundheitskarte: Telekom startet Angebot für Ärzte" Gesundheitskarte/Telematikinfrastruktur), Telemedizin und das „Internet der medizinischen Geräte“ im Fokus. Erste Lösungen präsentierte der Konzern in Kooperation mit Sony Mobile bereits bei der diesjährigen Fachmesse "Medieninformation: Telekom bringt das Internet der Dinge ins Krankenhaus".
Die Telekom ist deshalb auch Teil des New Healthcare Puzzle geworden. „Wir haben das branchenübergreifende Unternehmensnetzwerk im Jahr 2014 ins Leben gerufen, um gemeinsam ganzheitliche, innovative Versorgungslösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht dabei stets das Wohl des Patienten“, erklärte Klaus Suwelack vom Initiator Janssen Deutschland. Zum Netzwerk zählen neben der Telekom zum Beispiel auch SAP, Arvato, Bertelsmann, Philips oder Johnson&Johnson.
Nino Mangiapane, Leiter des Referates „Grundsatzfragen eHealth“ im Bundesministerium für Gesundheit, stellte die digitale Agenda der Bundesregierung vor. Dabei betonte er, „dass die Telematikinfrastruktur der zentrale Baustein zur sicheren Vernetzung des Gesundheitssystems ist“. Im Fokus ständen dabei die digitale Patientenakte, der digitale Zugang zu Anwendungen und Daten sowie der Einsatz von Big Data und künstlicher Intelligenz.
Matthieu-P. Schapranow vom Hasso-Plattner-Institut machte in seinem Vortrag deutlich, dass heute schon 85 Prozent aller Deutschen ihre Gesundheitsdaten ihrem Hausarzt zur Verfügung stellen würden. Zudem sei die Erhebung von Daten im gesamten Gesundheitssystem enorm wichtig. Zum Beispiel könnte die Wahl einer Pflegeeinrichtung leichter fallen, wenn die Patienten oder Angehörigen wüssten, wo die nächste sei oder wie die Auslastung ist. „Wir müssen heute entscheiden, wie wir morgen behandelt werden wollen.“
Christoph Meyer-Delpho, Senior Manager Digital Health T-Systems, wurde in seinem Vortrag noch deutlicher: „Wir müssen endlich aufhören uns an die Rückständigkeit des deutschen Gesundheitssystems in Sachen Digitalisierung zu gewöhnen. Er fordert, dass „Patienten, Ärzte, Krankenkassen, digitale Gesundheitswirtschaft und Politik sich zusammensetzen, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die den Menschen wirklich helfen.“
Zum Abschluss der Veranstaltung ordnete Eckart von Hirschhausen die Situation aus seiner Sicht ein. „Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Menschen, die sich um einen Patienten kümmern – wie zum Beispiel Ärzte, Pflegekräfte oder Physiotherapeuten – endlich sinnvoll zu vernetzen. Das passiert heute nur sehr begrenzt.“