Telekom Healthcare Solutions: News
News

Telekom bringt „Ärzte-Tablet“ nach Bonn

29.06.2015

Die digitale Patientenakte erleichtert Ärzten und Pflegekräften die Arbeit.
Tim Höttges bei der Präsentation in Bonn: "Unser System erhöht die Qualität der medizinischen Versorgung. Es ist einfach und hilft den Krankenhäusern Kosten zu reduzieren. Es erleichtert den Ärzten und Pflegekräften die Arbeit. Und vor allem: Es hilft den Menschen. Sie werden besser versorgt und fühlen sich besser betreut."
Digitalisierung im Gesundheitsbereich: Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn verabschiedet sich von Patientenakten in Papierform. Die Telekom Healthcare Solutions hat in der Klinik ein digitales Informationssystem mit 200 iPad minis installiert. Insgesamt hat das Gemeinschaftskrankenhaus circa eine halbe Million Euro investiert. Die rund 150 Ärzte und rund 450 Pflegekräfte arbeiten per Tablet mit Befunden, Diagnosen oder Röntgenaufnahmen.
Analog und digital im direkten Vergleich: alte Papierakte und das handliche iPad mini.
Analog und digital im direkten Vergleich: alte Papierakte und das handliche iPad mini.
„Unser System erhöht die Qualität der medizinischen Versorgung. Es ist einfach und hilft den Krankenhäusern Kosten zu reduzieren. Es erleichtert den Ärzten und Pflegkräften die Arbeit. Und vor allem: Es hilft den Menschen. Sie werden besser versorgt und fühlen sich besser betreut“, sagt Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG. „Der Gesundheitsbereich hat bei der Digitalisierung aktuell noch Nachholbedarf. Er liegt allein im Vergleich zur Automobilindustrie um mehrere Jahre zurück. Dabei helfen gerade digitale Dienste, die medizinische Versorgung zu optimieren.“

Technologischer Fortschritt zum Wohl der Patienten

Dr. Gesa Stöhr zeigt einer Patientin die Ergebnisse ihrer Untersuchung direkt am Krankenbett.
Dr. Gesa Stöhr zeigt einer Patientin die Ergebnisse ihrer Untersuchung direkt am Krankenbett.
„Unser Ziel ist es, ein einheitliches digitales Dokumentations- und Erfassungssystem mit größtmöglicher Prozesssicherheit einzusetzen“, erklärt Klaus-Werner Szesik, Kaufmännischer Direktor, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn. „Für uns ist das mobile Arbeiten ein wichtiger Schritt, damit wir effizienter werden, Kosten sparen und gleichzeitig die Qualität verbessern.“
PD Dr. Jochen Textor, Ärztlicher Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses ergänzt: „Aus ärztlicher Sicht ist die Verfügbarkeit der Patientendaten zu jeder Zeit und an jedem Ort Voraussetzung für eine bestmögliche papierlose Dokumentation. Das hilft uns auch, die Patienten noch intensiver zu betreuen.“

Datenerfassung am Krankenbett

Jede Station im Gemeinschaftskrankenhaus verfügt über sechs Geräte: jeweils drei für Ärzte und drei für das Pflegepersonal. Hat ein Mitarbeiter des Pflegedienstes seine Schicht beendet, reicht er sein Gerät weiter. Die Mitarbeiter tragen die Tablets ständig bei sich. So haben sie jederzeit und überall im Krankenhaus in Echtzeit Zugriff auf notwendige Informationen und können zudem in den Dateien Veränderungen vornehmen. Dies vermeidet das lästige Suchen nach Papierakten.
Dank digitaler Patientenakte: Mehr Zeit für den Patienten – weniger Aufwand bei der Visite.
Dr. Gesa Stöhr im Gespräch mit Pflegerin Hannah Klug. "Wir haben dank der neuen Technologie jetzt viel mehr Zeit für unsere Patienten", erklärt Dr. Gesa Stöhr, hier rechts im Bild. "Seitdem die Eingabe der Patientendaten wie zum Beispiel die Medikatementendosierung direkt über das Tablet erfolgt, müssen wir nicht mehr mühsam und aufwendig die Handschriften der Ärzte entziffern", ergänzt Hannah Klug.
Viele Informationen erfassen die Ärzte und das Pflegepersonal direkt am Patientenbett. Das spart einen Arbeitsschritt. Außerdem können Ärzte ihren Patienten per iPad mini Befunde besser erklären – dies stärkt das Vertrauen. Zudem ist die digitale Dokumentation genauer. Es entstehen keine Fehler, weil die Handschrift des Kollegen schlecht lesbar ist. Die Ärzte führen online einen Arzneimitteltherapie-Sicherheitscheck durch, um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

Mehr Zeit für den Patienten

Eine gemeinsame Studie der Berliner Charité und der Deutschen Telekom hat bereits gezeigt, dass Ärzte in Krankenhäusern durch den Einsatz von Tablets mehr Zeit für die Patientenbetreuung haben. Zudem reduziert sich der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung der Visite.
Jan Ehlting ist der "Vater" des iMedOne Mobile.
Jan Ehlting (rechts), Telekom Healthcare Solutions (THS), ist der "Vater" des iMedOne Mobile. Er wollte Ärzten und Patienten das Leben leichter machen. Das ist gelungen und zwar mit einer zukunfstweisenden digitalen Lösung. Markus Heitkamp, Vetrieb THS, hat dem Gemeinschaftskrankenhaus das System verkauft. Das bringt der Telekom rund 500.000 Euro.